last update
15.09.2003

Home
EELSPH-
Biblia
Vaios
Diethni Themata
Restaurant Apollon
Fotos
Cadolzburg
Logotexnia
Kultur
Diaspora
ELLHNES
Links
Arthra filon

Website desinged by

Hristos Fasoulas

www.chris-home.de

e-mail

Cadolzburg

Liebe Gäste,

Von welcher Seite auch immer sich der Besucher oder Durchreisende dem Markt Cadolzburg nähert, er kann ihn nicht übersehen - den Aussichtsturm. oder auch volkstümlich von den Einheimischen - der Bleistift - genannt.

Von Norden kommend thront auf einem Bergsporn die auf den ersten Blick wieder aufgebaut erscheinende Cadolzburg. Noch haben die Handwerker und Restauratoren das Sagen, doch in einem ersten Schritt wird der Kirchenbau, dann das alte Schloss fertiggestellt den Besucher in seinen historischen Mauern zu einem interessanten Museumsumgang empfangen.

Nicht zu übersehen, das zum Rathaus umgebaute ehemalige Schulhaus mit dem neugestalteten Rathausbrunnen mit seiner ein ¥übrigen interessanten Ecken, Plätzen - so der Pilsendelplatz mit dem nunmehr das Rangauheimathaus beherbergenden alten Rathaus -Fachwerkgässchen und Tortürmen erschließen sich dem Besucher erst auf dem zweiten Blick.

Vergeblich wird er die Kirche am Marktplatz suchen, wie es sonst in einem fränkischen Markt üblich ist. Er findet sie - erbaut im Markgrafenbarock - unterhalb der Burg und dem Heimathaus. Noch einige Meter abwärts und wir befinden uns in der Keimzelle des Marktes, dem Bauhof.

Aber auch außerhalb des Marktes gibt es sehenswerte Bauten, so die Seckendorfer Kapelle mit ihren mittelalterlichen Fresken des Passionszykluses und der vierzehn Nothelfer aus dem fünfzehnten Jahrhundert, nach der Renovierung ein einzigartiges Kunstwerk in unserer Region. Oder die Säulen der Garteneinfassung des abgerissenen Schlosses in Deberndorf, sie zu finden bedarf es allerdings des Hinweises eines Ortskundigen

Darüber hinaus ist Cadolzburg natürlich heute eine moderne und gefragte Wohngemeinde, mit zahlreichen Gewerbe-, Handwerks- und Handelsbetrieben, sowie einem umfassendem Freizeitangebot. Nicht vergessen wollen wir sie zum Schluss zu einem Besuch einzuladen, Sie herzlich willkommen zu heissen, wobei eine leistungsfähige Gastronomie das ihre zu einem angenehmen Aufenthalt beitragen wird. Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Claus Pierer

I. Bürgermeister..

 

 

Aus der Geschichte des Marktes Cadolzburg

793                  Der ostfränkische Reichsadelige Kadold gründete des Kloster Herrieden an der Altmühl. Besitz des Kloster aus der Hand des Gründers reichte bis in die Umgebung Cadolzburgs.

vor 800          Als slawische Ansiedlungen bestanden die Außenorte Debemdorf, Roßendorf und Zau-tendorf. Aus dieser Zeit stammt ein Reihengräberfeld slawischer Siedler bei der Schwadermühle.

9 bis 11 Jhd.   Ein weiteres, beigabenloses Gräberfeld im Bereich der späteren Burganlage

1157, 1164     Der bischöflich - würzbürgische Ministeriale und Vogt der Pfarrkirche Markt Erlbach, Helmericus de Kadoldesburc, und damit der Ortsname wurde erstmals genannt.

1221/1223      Heinricus de Kadolzburg als Chorherr an St. Gumbertus, Ansbach

1242               Heinrich von Karleburg/Cadolzburg, Schultheiß in Markt Erlbach, nannte sich letztmals nach Cadolzburg. Später wurde er nur noch mit seiner Amtsbezeichnung als Schultheiß von Markt Erlbach genannt.

1246               Burggraf Konrad I., der Ältere (1200-1261 reg.) urkundete erstmals in Cadolzburg. Im gleichen Jahr nahm er an der Wahl des Gegenkönigs Heinrich Raspe von Thüringen teil und konfiszierte mit Hilfe des Würzburger Bischofs den Besitz des staufertreuen Heinrich von Karleburg / Cadolzburg.

1248                Burggraf Friedrich III. erbte Bayreuth und Hof von den Herzögen von Meranien. Nach Beendigung des Meraner Erbfolgekrieges wurde die Cadolzburg zur repräsentativen Residenz der Burggrafen von Nürnberg ausgebaut. Diese Burg war Eigengut, in der Nürnberger Burg waren sie nur königliche Beamte.

1256               Die burgundischen Rechte aus der Meraner Erbschaft wurden auf der Cadolzburg verkauft. Burgundische Gesandte und die Äbte der burggräflichen 'Hausklöster' Münchsteinach, Münchaurach und Weißennohe weilten in Cadolzburg.

1265               Der söhnelose Burggraf Friedrich III. und Elisabeth, seine Gemahlin, trugen den Markt Bayreuth mit seinen Zugehörungen, den sie von Otto, Herzog von Meranien, geerbt hatten, und ihre Burg Cadolzburg samt Zugehörungen zur Sicherung dem Kloster Ellwangen zu Lehen auf. Gegen Übertragung zweier Höfe könnten sie die Lehensauftragung rückgängig machen. Durch die Geburt zweier Söhne von Friedrichs zweiter Gemahlin Helene von Sachsen war diese Absicherung überflüssig geworden.

1267               Konradin, der letzte Staufer, und Herzog Otto von Bayern weilten auf der Cadolzburg und sicherten die weibliche Erbfolge zu. Kaplan Friedrich von Cadolzburg genannt.

1287               Ablassbrief von sechs Bischöfen in Rom für die Pfarrkirche Cadolzburg für die Feste der IM. Cecilie und des HI. Nikolaus.

1300               Nach dem Ableben seines söhnelosen Bruders Johann I. trat Burggraf Friedrich IV. die Herrschaft an. Unter seiner Herrschaft wurden von seinen Amtleuten umfangreiche Rodungen um Cadolzburg angelegt und die Marktsiedlung auf der Höhe vor der Burg angelegt.

1313               Zur Unterscheidung von seinem Onkel Konrad II. (der Fromme), porchgrave von Abenberch nannte sich Friedrich IV. von Kadolfspurch, von Gottes gnaden Purgrave dacz Nurenberch..

1332               Die Stiftung der Agnes, Friedrich von Raindorfs Witwe, wurde den Heiligenpflegern als Selbstverwaltungsorgan übergeben. Die Heiligenpfleger entstammten später der gleichen führenden, rechtskundigen Bürgerschicht wie Bürgermeister und Rat.

1349          Aufgrund des vorjährigen Handwerkeraufstandes in Nürnberg wurde das Kaiserliche Landgericht Burggraftums Nürnberg von Nürnberg nach Cadolzburg verlegt.

1361          Kaiser Karl IV. verlieh Burggraf Albrecht das Recht, in seiner Veste Kadolsburg oder in seiner Stadt Zenn Pfennige und Heller schlagen zu lassen.

1388 Sept. Die Nürnberger erstürmten im ersten Städtekrieg den befestigten Markt Cadolzburg und brannten ihn aus.

1398          Die burggräfliche Herrschaft wurde geteilt, das Unterland mit der Cadolzburg fiel an Burggraf Friedrich VI.

1401          Burggraf Friedrich VI. heiratete Elisabeth von Bayern-Landshut

1411          Burggraf Friedrich VI. wurde von König Sigismund als erblicher Landeshauptmann der Mark Brandenburg bestellt. König Sigismund verlobte Friedrichs ältesten Sohn Johann mit der sächsischen Prinzessin Barbara von Wittenberg. Beider Wappen links am Vorburgtor der Cadolzburg.

1415/17     Belehnung Friedrichs mit der Mark Brandenburg durch König Sigismund. Als Markgraf Friedrich I. gehörte der Cadolzburger Burgherr zu den sieben Kurfürsten des Reiches.

1417/1421  Markgraf Friedrich I. und Elisabeth von Bayern-Landshut stifteten den Cadolzburger Altar. um 1420-1440  Ausbau der Cadolzburg zur markgräflichen Residenz

1449          Mehrmals Einfälle der Nürnberger im zweiten Städtekrieg und Zerstörung der unbefestigten Talsiedlung und des mit Graben, Wall und Plankenzaun befestigten Marktes.

1472          Kurfürst Albrecht Achilles beabsichtigte 34 Wochen in Ansbach und sechs Wochen in Cadolzburg, vier Wochen in Baiersdorf zur Schweinejagd, und je zwei Wochen in Schwabach, Neustadt, Colmberg und Hoheneck Hof zu hatten.

ab 1527     Umbau des Neuen Schlosses

1528          Verabredung mit der Reichstadt Nürnberg zur großen Kirchenvisitation, Einführung der Reformation

1548          Markgräfin Emilie, geb. Herzogin von Sachsen, dritte Gemahlin Markgraf Georg d. Frommen, baute auf der Cadolzburg

1684          Kurfürst Karl, Pfalzgraf bei Rhein, wollte Cadolzburg mit seinem Jagdbezirk gegen das Amt Boxberg eintauschen.

1743          Beginn des Schlossbaues in Deberndorf unter Freiherrn Ernst Hartmann von Diemar

1750/51     Neubau der Pfarrkirche im Markgrafenbarock durch Landbauinspektor Johann David Steingruber.

1792          Cadolzburg fiel mit dem Fürstentum Ansbach an den König von Preußen

1796          Die Cadolzburg als Wohnsitz des Fürsten Heinrich Ludwig Carl von Nassau-Zwei-brücken-Ottweiler, der 1797 vom Pferd stürzte und tödlich verunglückte.

1806          Cadolzburg fiel an das Königreich Bayern

1887         Johann Balthasar Brandstätter wurde Bürgermeister Cadolzburgs. Während seiner Amtszeit wurde eine Vielzahl von Projekten verwirklicht:

1892         Die Lokalbahn-Aktiengesellschaft München nahm ihre einzige nordbayerische Normalspur - Strecke von Fürth nach Cadolzburg in Betrieb.

1893          Der Aussichtsturm wurde eingeweiht.

1910         Hau des Schulhauses

1945         Am 17. April wurde Cadolzburg von den Amerikanern beschossen. Zahlreiche Gebäude und die Burg gingen in Flammen auf.

1957          Die kath. Pfarrkirche St. Otto wurde eingeweiht

1961          Einweihung des neuen Schulgebäudes an der Sudetenstraße

1972          Eingemeindung der ehem. Gemeinden Roßendorf und Deberndorf (außer Hornsegen)

1978          Eingemeindung der ehem. Gemeinde Steinbach und des Ortes Seckendorf

1979         Einstufung Cadolzburgs als Kleinzentrum

1979          Gewerbegebiet 'Schwadermühle' entsteht

Ab 1982    Wiederaufbau der Cadolzburg

1987          Richtfest des Alten Schlosses

1988          Neues Sportgelände für Grund- und Hauptschule

1989          Weihe der 'Friedensglocke^ auf der Burgkapelle

1990-1992  Umbau der 'Waldschule' zum Kindergarten 'Villa Kunterbunt'

1990          Richtfest des Neuen Schlosses

1993         Renovierung des Pilsendelplatzes und Einrichtung des Rangau - Heimathauses als Museum

1988         Einweihung des Rathauses an der Nürnberger StraßeRenovierung der 'Alten Kinderschule' Bau der Tiefgarage und Rathausplatzgestaltung mit Brunnen von Theophil Steinbrenner Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses

2000         Einweihung der Grundschule Egersdorf

       

d